„Vorrang für Nutzung von alternativ erneuerbaren Energien!“

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Ing. Günter Kramarcsik, Landeck.
„Vorrang für Nutzung von alternativ erneuerbaren Energien, und Verzicht auf weitere Nutzung von Wasserkraft um jeden Preis!“

Es bedarf des politischen Willens, den alternativen Energieformen das Tor genau so weit aufzustoßen, wie man dies für die Wasserkraft in Tirol getan hat!

Nur weil man sich einbildet, dass wir das Land der Wasserkraft sind, müssen wir nicht in Kauf nehmen, dass uns sämtliches Wasser für die Wasserkraft abgegraben wird und unsere Hauptflüsse im Bezirk innerhalb eines Jahrzehnt praktisch verlocht (in Stollen abgeleitet) werden und Rinnsale in den Fluss- und Bachbette übrig bleiben.

Zuerst sollen die TIWAG und andere Elektroversorgungs-unternehmen (EVU) vorhandenes Alternativpotential nutzen, bevor man um jeden Preis den Ausbau der Wasserkraft forciert!

Eine gerechte Verteilung der Belastungen durch Energieerzeugung wäre dadurch ebenfalls möglich. Warum soll die Bezirksbevölkerung mit 6% Anteil an der Landesbevölkerung die damit verbundenen Lasten zur Erzeugung von ca. 55% des Tiroler Strombedarfs tragen müssen? Warum soll jeder Hauptfluss im Bezirk durch Wasserkraftwerke belastet werden? Das trifft natürlich auch auf den Nachbarbezirk Imst zu, wo weitere Kraftwerke errichtet werden sollen!

Bei Nutzung von alternativ erneuerbare Energien wäre es möglich, dass man mit Ausnahme des Ausbaus des Kaunertalkraftwerks alle weiteren geplanten Kraftwerke im Bezirk Landeck sich ersparen könnte! Photovoltaikanlagen entlang der W-O-Autobahn bzw. der S16 und bei Lawinenverbauungen könnten zusammen mit der Windkraft in Tirol ca. 730 GWh/a an Strom produzieren!

Damit könnte man den Inn insofern auch retten, als dass er nicht ab der Grenze zur Schweiz auf eine Länge von ca. 70 km bis nach Haiming praktisch nicht mehr an das Tageslicht kommt! Übrig bleiben ein paar hundert Meter „Ober Tag“ (in Prutz und Imster Au) und der Rest findet sich künftig nur noch „Unter Tag“!

Nachhaltige Kraftwerke sind die Werbeslogans der Elektroversorgungsunternehmen. Nachhaltigkeit heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.

Derzeit scheint eine einzige nachhaltige Gewissheit die künftige Realität zu sein, nämlich eine massive Schädigung unseres Tourismus, mit den damit verbundenen Verlusten an regionaler Wertschöpfung, Minderung des Bruttoregionalprodukts und Verlust von Arbeitgebern und damit verbundener Arbeitsplätze!

Ausführliche Informationen findest du hier: Alternativenergie und Wasserkraft im Bezirk Landeck.pdf

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Eine Antwort zu “„Vorrang für Nutzung von alternativ erneuerbaren Energien!“

  1. Wasserkraft ist bei den großen EVUs beliebt, weil es “grundlastfähig” ist. Ich schließe mich Ihnen ebenfalls an: Stauseen und Pumpspeicher sind mit nichten die Lösung der Energiewende.
    1. Ist das Potential für diese Menge Energie nicht ausreichend
    2. schadet jeder eingriff in den Fluss der Flora und Fauna vor Ort

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