Das war das Sannafest – ein starkes Zeichen gegen die Verbauung der Sanna

Zum Sanna-Fest am ersten Juliwochenende kamen mehr als 400 Teilnehmer aus dem In- und Ausland. Neben Kajakern und Raftern kamen auch viele Anwohner aus dem Stanzertal und dem ganzen Tiroler Oberland. Sie setzten damit ein starkes Zeichen gegen die Verbauung der Sanna mit einem Kraftwerk und für die Erhaltung als Wildwasserstrecke. Danke an Andy, Bijan, Marcel und dem ganzen Team!

Sannafest - Protest auf der Sanna

Sannafest – Protest auf der Sanna (c) Foto Sport Camp Tirol

Protest auf der Sanna - Foto Thomas Waldecker

Protest auf der Sanna (c) Foto Thomas Waldecker

Sanna - friedlicher Protest

Sanna – friedlicher Protest (c) Foto Sport Camp Tirol

Fotos und Berichte von Teilnehmern auf der Facebook-Gruppe „Save the Sanna“, in Sport Camp Tirols Album „Save the Sanna“. und in Peter Feldhammers Album „Flüsse voller Leben“.

Die Bezirksblätter berichten:

Ein gemeinsames Zeichen gegen das geplante Wasserkraftwerk an der Sanna setzten vergangenen Samstag der Tiroler Raftingverband in Zusammenarbeit mit den Outdoorfirmen. Beim ersten „Sanna Riverfest“ nahmen laut Veranstaltern rund 200 Padler (Rafter und Kajakfahrer) aus dem In- und Ausland an einer gemeinsamen Protestfahrt auf der Sanna teil.
Zudem wurden kostenlose Rafting-Fahrten für die Bevölkerung angeboten. Auch die TVB TirolWest-GF Andrea Weber sowie der Landecker Stadtrat Mathias Niederbacher (SPÖ) und GR Peter Vöhl (ÖVP) fuhren bei der Protestfahrt mit. Im Anschluss wurde das Sannafest beim Sport Camp Tirol mit Livemusik und einem Barbecue gefeiert.

„Rettet die Sanna“

Bei den Ansprachen machten die verschiedenen Interessengruppen gegen das Kraftwerk mobil. Andy Murray, Betreiber vom Sport Camp Tirol, betonte, dass mit dem Kraftwerk die ganze Flussstrecke vernichtet wird. „Die geplanten Kraftwerke im Tiroler Oberland graben uns das Wasser in einem einzigartigen Wildwassereldorado ab“, zeigte Murray auf.

Auch Wildwasserpionier Fuzzi Huber verwies auf den Aufbau des Outdoortourismus: „Wir haben hier viele nationale und internationale Wettbewerbe durchgeführt. Unsere Flüsse haben ein großes touristisches Potential.“

Marcel Pachler, Obmann des Tiroler Raftigverbandes, verwies auf die Gefährdung von 500 saisonalen und 100 Ganzjahresarbeitsplätzen. „Die Wertschöpfung bleibt in der Region. Mit dem Verlust der einzigartigen Sanna verlieren wir unsere Seele“, erklärte Pachler.
Der Landecker Vizebgm. Manfred Jenewein (SPÖ) zeigte in seinen Grußworten Verständnis. „Die Gemeinden haben eine Entscheidung über eine Kraftwerks-Beteiligung zu fällen. Wir hören uns beide Seiten an und prüfen die Argumente in aller Ruhe genau.“

Wildwasserregion

Für TVB-GF Andrea Weber ist die Ferienregion TirolWest geprägt vom Wildwassersport. „Sonst geben wir für Infrastruktur viel Geld aus und bei der Sanna sägen wir uns selbst den Ast ab. Wir sind nicht gegen die Wasserkraft, aber der Wildwassersport muss auch gewährleistet werden“, so Weber.
Werner Senn, Sprecher der Kajaksportler, meinte, dass das Sannakraftwerk aufgrund des niedrigen Strompreises aus wirtschaftlicher Sicht absolut zum Scheitern verurteilt sei: „Wir haben nicht zu wenig Strom, sondern zu viel.“
Auch die Pianner „Bürgerinitiative für Sicherheit an der Sanna und Lattenbach“, der Fischereiverband, die Naturfreunde und der WWF solidarisierten sich mit den Wassersportlern.

Video von Čenda Tour

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3 Antworten zu “Das war das Sannafest – ein starkes Zeichen gegen die Verbauung der Sanna

  1. Pingback: Sannafest am 5. und 6. Juli | Rettet die Sanna·

  2. Mehr als 500 Besucher dokumentierten deren Unterstützung eindrücklich! Davon waren mindestens 450 Gäste auch im Wasser der Sanna!
    Beschämend war jedoch die überwiegende Abwesenheit der Gemeindepolitiker von 6 der 7 betroffenen Gemeinden. Eingie Landes- und Bundespolitiker hatten sich wenigstens wegen Terminkollisionen entschuldigt. Nur aus Landeck war Vizebürgermeister Mag. Manfred Jennewein in Vertretung von Dr. Wolfgang Jörg (ist in Urlaub) und als Redner anwesend. STR Matthias Niederbacher und GR Peter Vöhl (Obm. von Sport- und Freizeitausschuss) waren nicht nur anwesend, sondern sie nutzten auch die Gelegenheit für ein Rafterlebnis auf der Sanna und waren restlos begeistert.
    Der Rest glänzte mit Abwesenheit. Abwesenheit ist aus meiner Sicht keinesfalls die Lösungsmöglichkeit für dieses Problem und ist Zeugnis dafür, dass die oft betonte transparente Information und der kontinuierliche Austausch mit allen Beteiligten beim WK nicht gepflegt wird!
    Sollte allenfalls der eine oder andere Lokalpolitiker anwesend gewesen sein, so entschuldige ich schon jetzt dafür, dass ich ihn nicht gesehen oder evtl. auch nicht erkannt habe.

  3. War a „schians“ Festl, auch wir Fischer hoffen sehr, dass die Sanna noch nicht zum Tode verurteilt ist und in diesem so schönen Wasser noch Fische leben können! Lg. Joe

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