„Gott sei Dank haben sich nun alle 7 Gemeinden von einer Kraftwerks-Beteiligung verabschiedet!“

 Günter Kramarcsik meint: „Gott sei Dank haben sich nun alle 7 Gemeinden von einer Beteiligung am Sanna-Kraftwerk verabschiedet!“

In den letzten Tagen berichtete INFRA-GF Wolfgang Widmann, dass bisher 2,5 Millionen Euro in das Projekt investiert wurden.

Wer schnell den Gemeinde-Anteil von 25% nachrechnet, wird feststellen, dass dies […] zum Zeitpunkt der einseitigen Vertragsaufkündigung für die damals noch im Boot befindlichen 5 Gemeinden einen Vorlaufkostenanteil von 625.000 € ergeben würde.

Pro Gemeinde ein Fünftel davon ergäbe somit einen Betrag von 125.000 Euro – und nicht 170.000 wie die INFRA gefordert hatte. Selbst wenn diese Forderung zu diesem Zeitpunkt vertraglich gedeckt gewesen wäre, stellt sich heraus, dass das Begehren der INFRA mit einem Betrag von 170.000 € je Gemeinde um mehr als ein Drittel überhöht wäre! Sie hätten somit 850.000 € statt 625.000 € dafür bezahlt, dass sie noch im Boot bleiben dürfen. Dieser Betrag wäre jedoch nur dann gerechtfertigt gewesen, wenn sich deren Anteile von 25% auf 34% erhöht hätten!

Angesichts dieser unberechtigten und überhöhten Forderung für Vorlaufkostenanteile von Seiten des Projektanten gegenüber der Kommunen als mögliche Gesellschafter ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich nun auch die verbliebenen restlichen Gemeinden (Grins, Stanz, Strengen und Tobadill) von diesem Projekt verabschiedet haben. Die Gemeinden Landeck, Zams und Pians hatten sich zuvor bereits mit GR-Beschlüssen verabschiedet.

Bei erwiesenem Wortbruch, dass ohne den zu beteiligenden Gemeinden keine Realisierung des Kraftwerks erfolgt (siehe Infoflyer an jeden Haushalt), darf man als Bürger der jeweilig betroffenen Gemeinde froh sein, dass sich nun alle betroffenen Gemeinden zurückgezogen haben. Auch die vorzeitigen Brüche von protokollierten Vereinbarungen bzw. Versprechungen von Seiten des Projektanten sind ein Indiz dafür, dass man es vermutlich nie bereuen wird müssen, sich an diesem Kraftwerk nicht beteiligt zu haben.

Deshalb ist es richtig, wenn sich Bürgerinitiativen bilden, um die Zukunft die wir wollen auch heute gestalten zu können! Wir müssen unser Sanna-Wasser und den damit verbundenen Natur-, Erholungs- und Lebensraum nicht kampflos für Geldgier und Abschreibungsposten auswärtiger Gesellschafter opfern! Das sollen sich auch noch die wenigen Gemeindeoberhäupter und Kommunalpolitiker durch den Kopf gehen lassen, welche noch immer darauf hoffen, allenfalls auch später noch einsteigen zu können!

Ing. Günter Kramarcsik, Landeck

Günter Kramarcsik

Anmerkung: Der Projektwerber INFRA hat ihr Angebot an die vier verbliebenen Gemeinden zurückgezogen. Für eine zukünftige Beteiligung wären nun 170.000 Euro als Anteil an den aufgelaufenen Vorlaufkosten zu leisten gewesen.

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