Das war das Sannafest 2015 – ein starkes Zeichen

Am Samstag, den 27. Juni fand am Areal des Sport Camp Tirol in Landeck-Bruggen das zweite Sannafest statt. Zahlreiche Kajaksportler aus Österreich und ganz Europa sowie Bewohner von Landeck, Pians und den weiteren Anwohnergemeinden der Sanna nahmen teil.

Sannafest 2015

Sannafest 2015

Am Nachmittag gab es Schnupperrafting auf der Sanna mit großer Beteiligung: einige der beförderten Gäste waren zum ersten Mal auf einem Raftingboot unterwegs: „Ich wohne schon mein ganzes Leben in Pians, aber mit dem Raftingboot durchgefahren bin ich noch nie! Ein neues Erlebnis – es hat mir sehr gut gefallen!“, berichtet ein EInheimischer.

Gegen 19 Uhr trafen sich dann alle am Festareal am Sport Camp Tirol. Hausherr Andy Murry begrüßte alle Besucher, dann hielt Landecks Bürgermeister Dr. Wolfgang Jörg eine kurze Ansprache: Wir haben im Gemeinderat nicht nur das Kraftwerk abgelehnt, wir haben auch beschlossen, dass wir aktiv dagegen arbeiten. Es wird kein Kraftwerk gegen den Willen der Bevölkerung geben. Die Sanna soll für Gäste und Einheimische ein Juwel bleiben. Aus diesem Grund haben wir beim neuen FH-Studiengang „Tourismus und Wirtschaft“ ein Konzept für die touristische Weiterentwicklung der Sanna in Auftrag gegeben.“

Er merkte kritisch an, dass die Projektgesellschaft INFRA zuerst versprochen habe, dass es kein Kraftwerk ohne die Beteiligung der Gemeinden geben werde. Nun sei alles ganz anders, und INFRA und die E-Werke Reutte wollen auch gegen den Willen der Anrainergemeinden das Projekt einreichen und bauen.

Wir schauen auch auf unsere Natur. Man kann Natur nicht nur in Geld aufwiegen.
(Bgm. Dr. Wolfgang Jörg)

Friedrich-Karl "Fuzzi" Huber, Günter Kramarcsik, Bürgermeister Wolfgang Jörg, Gemeinderat Peter Vöhl

Friedrich-Karl „Fuzzi“ Huber, Günter Kramarcsik, Bürgermeister Wolfgang Jörg, Gemeinderat Peter Vöhl

Der Sprecher der Outdoorunternehmen Ing. Günter Kramarcsik bezeichnete das Kraftwerk als unwirtschaftlich. Er zeigte auf, dass die Stromautarkie in Tirol schon lange erreicht sei. Andere Quellen wie Wind oder Sonne seien noch kaum erschlossen – allein auf den Dächern Tirols liege ein Solarpotenzial größer als die beiden geplanten Kraftwerke an der Sanna und an der Imster Schlucht.

Die Medienberichte über eine mögliche Trennung der Stromregelzone in Deutschland Nord und Deutschland Süd mit Österreich zeigen auf, dass viel überschüssiger und damit billiger Strom am Markt ist. Das Sannakraftwerk ist unwirtschaftlich.

Auf der Bühne verloste Bijan Arbab dann attraktive Preise unter den anwesenden Kajakfahrern – herzlichen Dank an die zahlreichen Sponsoren! Nur kurz wurde die Party von einem Gewittersturm gestört – die Gäste übersiedelten kurzerhand in die Raftinggaragen. Abends gab es LIvemusik und auf der Sanna eine Kajak-Protestfahrt mit Fackeln.

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